| Autor |
Thema: Roman: Toyer |
# 1
Kittie
Film Guru

     ID # 54


|
erstellt :
06. April 2008 13:19
zitat
pm mail hp

Inhalt/Meinung:
Es geht um einen Serientäter, den die Presse den Namen "Toyer" gab. Ja richtig gelesen "Serientäter" und nicht "Serienmörder", denn Toyer bringt seine Opfer nicht um. Er nimmt an ihnen nur eine Kordotomie bei seinen Opfern vor. Bei den Opfern handelt es sich immer um junge hübsche Frauen.
Da die Staatsanwaltschaft/Polizei nicht so richtig etwas unternehmen will, nimmt sich Frau Dr. Maude Garance und die Reporterin Sarah Smith der Sache an und dabei gerät besonders Frau Dr. in Lebensgefahr.
Ich bin froh, dass ich dieses Buch geschenkt bekommen hab und nicht selber dafür Geld ausgegeben hab.
Ich glaube hier hat sich einer zu oft "Das Schweigen der Lämmer", "Mulholland Drive" und die Softpornoversion von "Grey's Anatomy" angesehen. Aber leider ohne die Klasse der Genannten zu erreichen.
Warum das Ganze? Nun ja auch in "Das Schweigen der Lämmer" haben wir es, dass sich der Täter in die Frau verliebt, die ihn jagt, aber das Buch kann nicht das Level vom Film erreichen; es soll nur zur besseren Beschreibung dienen. Und auch in "Mulholland Drive" wird die Schattenseite von Hollywood aufgezeigt so auch hier im Buch, aber das hätte man hier ruhig weglassen können. (Ihr, die das Buch kennt, sagt jetzt erst mal nichts ich komm hier zu noch zum Erklären.) Und dann eben die Softpornoversion von "Grey's Anatomy", denn hier geht es schon etwas expliziter zu, die Ärztin mit dem und er mit ihr und dann haben die da noch rumgetobt. Grausam und langweilig.
Dieser Roman hat 530 Seiten und davon sind 230 Seiten zu viel. Das mit den Schauspielern hätte man weglassen können und später eine andere Erklärung finden können, denn so spoilert das Buch schon von alleine und diese Arztromanzeugs und das Rumgetobe hätte man auch zum Teil kürzen oder gar ganz weglassen können.
Das einzige Interssante an diesem Buch ist die Geschichte um Toyer. Diese ist wirklich interessant und mal was Anderes, aber durch diesen ganzen anderen Mist wird hier viel verschenkt. Hätte man sich mehr auf Toyer konzentriert wäre es richtig guter Thriller gewurden.
Spannung wo warst du? Also ich konnte keine entdecken, denn durch diese Arztromaneinlagen kam mehr Langeweile auf und die Versuchung diese Stellen zu überblättern wurde immer größer. Gut ich kann sagen, dass die letzten 30 Seiten Spannung aufkam und auch gute, aber das entschädigt nicht diese 500 spannungslosen Seiten.
Was mir auf die Eier ging, war das es nicht nur einen Erzähler gibt, sondern mehrere. Es ist zwar mal was Anderes, aber ich hab keine Lust 5 Seiten lang etwas aus Maudes Sicht zusehen und dann die nächsten 20 Seiten auf Sarah ihrer und dann plötzlich 8 Seiten lang ist Toyer dran und dann wieder ...
Diese ständigen Sprünge nerven und rhetorisch scheint Gardner McKay nicht viel drauf zu haben. Es gab einige Stellen wo er einfach schrieb, dass das von der jeweiligen Person, die gerade mal der Erzähler ist, nicht beschrieben werden kann. Ich weiß nicht was das soll? Wenn ich nichts drauf hab, dann lass ich es lieber oder mach es so, dass es nicht zu offensichtlich ist. So eine einfache Erzählweise kommt zwar gut wie bei einem Buch wie Evil an, aber hier hätte und darf man mehr erwarten.
Dieses Buch war reine Zeitverschwendung. Es hat zwar gute Ansätze, aber es wurde an zu vielen Stellen viel verschenkt. Was bleibt ist ein nett gemeinter Thriller, der wohl kaum einen Leser begeisert hat oder je begeistern wird.
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