| Autor |
Thema: Roman: Abgrund (Stephen King) |
# 1
Kittie
Film Guru

     ID # 54


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erstellt :
12. Juli 2007 14:59
zitat
pm mail hp

Vorwort: Bei "Abgrund" (Originaltitel: "Nightmares and Dreamscapes" ) handelt es sich um eine Kurzgeschichten Sammlung von Stephen King.
Folgende Geschichten sind enthalten:
* Regenzeit * Mein hübsches Pony * Entschuldigung, richtig verbunden * Die Zehn-Uhr-Leute * Crouch End * Das fünfte Viertel * Das Haus in der Marple Street * Der Fall des Doktors * Umneys letzter Fall * Kopf runter * August in Brooklyn * Der Bettler und der Diamant
Zu diesen ganzen Geschichten werde ich nach und nach kurze Kommentare abgeben. Sind eben nur kurze Geschichten und dazu kann ich keine ellenlangen Reviews zu abliefern.
Und den Anfang macht "Regenzeit":
John und Elise Graham wollen ihren Urlaub in den kleinen abgelegenen Städtchen Willow verbringen. Aber sie kommen zu einer ungünstigen Zeit, denn es ist Regenzeit. Normaler Regen an sich wäre ja nichts schlimmes, aber in Willow regnet es Kröten! Aber es sind keine normalen Kröten, denn diese hier haben messerscharfe Zähne und diese wissen die Kröten auch einzusetzen!
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Ich finde diese Geschichte nicht schlecht, aber auch nicht herausragend gut - hier fehlt der kleine BOOM!-Effekt am Ende. Die Idee der Geschichte ist zwar interessant, aber ich denke, dass Stephen King da mehr draus hätte machen können. Wirkliche Spannung wollte bei mir einfach nicht aufkommen und eine wirkliche Bedrohung geht von den Kröten auch nicht aus. Und das Ende fällt dann auch eher lahm aus.
Regenzeit gehört zu den Geschichten, die man einmal liest und das war es dann auch schon - schade eigentlich!
[ Beitrag bearbeitet von Kittie ]
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# 2
Kittie
Film Guru

     ID # 54


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erstellt :
15. Juli 2007 21:47
zitat
pm mail hp
In "Mein hübsches Pony" geht es um einen Großvater, der seinem Enkel eine Instruktion gibt - keinen Rat, sondern eine Instruktion... über die Zeit
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"Pony" ist eine durchschnittliche Kurzgeschichte, die sich hin und wieder in Nebensächlichkeiten verliert. Aber im Gesamtpaket doch recht interessant ist, weil was King hier über die Zeit schreibt, trifft es ziemlich genau. Wenn man jung ist, vergeht die Zeit sehr langsam und ein Sommer kommt Einen ewig vor. Wenn man dann Jugendlicher ist, befindet man sich in der echten Zeit - der hübschen Pony Zeit - welche "normal" vergeht und an die man sich gerne erinnert. Wird man eh doch älter, vergeht die Zeit immer schneller. Dies kann ich noch nicht beurteilen, aber ich kann es mir gut vorstellen.
Horrorelemente enthält diese Geschichte nicht, denn es geht nur um einen Großvater, der seinem Enkel eine Instruktion gibt, an die er sich immer erinnern soll...
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# 3
Kittie
Film Guru

     ID # 54


|
erstellt :
17. Juli 2007 22:15
zitat
pm mail hp
"Entschuldigung, richtig verbunden"
Katie telefoniert und telefoniert und telefoniert immer weiter und dann kommt ein weiterer Anruf auf Leitung 2. Katie nimmt den Anruf entgegen und am anderen Ende ist eine tränenerstickte Frauenstimme zu hören - plötzlich wird die Leitung unterbrochen und Katie macht sich große Sorgen, denn sie meint, dass die Stimme am anderen Ende einer Person aus ihrer Familie gehört.
Sie ruft ihre Tochter an, die vor kurzem auf ein Internat ging und fragt nach ob sie eben angerufen hat, aber bei Polly ist alles in Ordnung. Dann ruft Katie ihre Mutter an, aber diese war es auch. Also bleibt nur noch ihre Schwester Dawn, welche mit ihren Baby alleine in ihrem abgelegenen Farmhaus lebt. Aber Katie erreicht Dawn nicht, denn die Leitung ist ständig besetzt (der Telefonhörer wurde nicht richtig aufgelegt) und Katie ist kurz vorm Durchdrehen und so macht sie sich und ihr Mann Bill auf dem Weg zu Dawn, aber bei Dawn ist auch alles in Ordnung... aber der seltsame Anruf beschäftigt Katie immer noch und sie soll bald erfahren, was wirklich hinter diesem Anruf steckt...
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Hier bei handelt es sich um ein Drehbuch und die Geschichte wurde auch für "Tales from the Darkside" verfilmt. Aber das nur als Nebeninfo.
Ich finde diese Geschichte richtig spannend! Mag auch daran liegen, dass ich das Ende kenne, aber die ist richtig spannend und ich bekomm da sogar noch Gänsehaut.
Von der Handlung her hat diese Geschichte auch noch mehr zu bieten als nur das was ich dort oben verfasst habe. Auf die anderen Kinder von Katie und Bill bin ich nicht mehr eingegangen, weil die nicht ganz so wichtig sind. Die dienen eigentlich nur um die Handlung etwas mehr auszufüllen.
Gegen Ende hin wird es auch noch ein bisschen traurig und mir ein bisschen zu gefühlvoll, aber dennoch sehr gut geschrieben! Kann ich nur weiterempfehlen! Hier lohnt sich das Lesen! 
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# 4
Kittie
Film Guru

     ID # 54


|
erstellt :
26. Juli 2007 22:07
zitat
pm mail hp
"Die Zehn-Uhr-Leute"
Story:
Pearson hat gerade eine Pause, steht vor dem Bankinstitut in dem er arbeitet, will genüsslich eine rauchen und dann sieht er seinen ersten "Batmen". Nein nicht den Batman im engen Latexkostüm, sondern Kreturen, die sich als Menschen tarnen und nur von den "Zehn-Uhr-Leuten" gesehen werden können. Sie tragen eine Maske, die ein menschliches Gesicht darstellen soll, aber unter dieser Maske ist ihre Haut mit Tumoren, die auch mal gerne aufplatzen und rosa Flüssigkeit absondern, übersäen und viele hässliche pulsirende Venen durchziehen das ganze Gesicht. Und diese Batmen besetzen nur die obersten (also machtvollsten) Stellen - der Bankdirektor und sogar der Vizepräsident der Vereinigten Staaten sind Batmen. Pearson ist geschockt und will schreien, aber Rhineman - auch Bankangestellter und einer der Zehn-Uhr-Leute, kann noch das Schlimmste verhindern und die Zwei beschließen sich zu treffen (nach der Arbeit) und um das eben erlebte besprechen zu können und ganz nebenbei freunden sich die Zwei auch an. Und Rhineman will Pearson auch noch einigen anderen Zehn-Uhr-Leute vorstellen, denn heute gibt es ein Treffen, ein sehr wichtiges Treffen, welches einiges verändern soll und es passieren auch extreme Veränderungen.
Meinung:
Das ist der Horrorteil der Geschichte und dieser wurde auch recht gut und spannend geschrieben, aber die Geschichte hat noch etwas besseres (interessanteres) zu bieten.
Ach ja... zur Erklärung. Die Zehn-Uhr-Leute sind Menschen, die ihren Konsum an Zigaretten verringern - also ganz gewöhnliche Raucher, die sich das Rauchen mehr oder weniger abgewöhnen wollen, aber immer noch in ihrer Frühstückspause eine rauchen gehen.
Und das Thema "Rauchen" und dessen Verbot ist das Interessante an der Geschichte. Hier mal ein kleines Zitat aus der Geschichte:
Zitat:
| (...)Weiterhin fiel ihm ein (und dieser Gedanke kam ihm mit der Wucht einer Offenbarung), daß die Zehn-Uhr-Leute in Wirklichkeit kein neuer Stamm waren, sonder die erbärmlichen Überbleibsel eines uralten; Renegaten, die vor einem neuen Besen wegliefen, der die Absicht hatte, ihre schlechte alte Angewohnheit mir nichts, dir nichts zur Tür des amerikanischen Lebens hinauszufegen. Ihr einheitliches gemeinsames Merkmal war das Unvermögen oder der fehlende Wille, damit aufzuhören, sich selbst umzubringen; sie waren Junkies in einer ständig schrumpfenden Dämmerzone der Akzeptanz. Eine exotische gesellschaftliche Gruppe, vermutete er, die aber nicht mehr lange durchhalten würde. Er schätzte, daß die Zehn-Uhr-Leute bis zum Jahr 2020, spätestens 2050, dasselbe Schicksal ereilt haben würde wie den Dodo.(...)* |
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Die erste Auflage von dem Buch erschien 1993 im Verlag Viking, New York unter dem Titel "Nightmares and Dreamcatches" und war es damals schon so ein Problem mit dem Rauchen in den USA? Also in der Öffentlichkeit? Und vielleicht behält ja S. King recht, denn teilweise ist es ja schon weiter fortgeschritten, denn dort darf man ja nicht mehr auf der Straße rauchen. Ich finde das total abgefahren.
Zusammengefasst ist es eine sehr gute und spannende Geschichte. Hat mir gefallen - und würde man das verfilmen, gäbe es einige nette Szenen. 
*Quelle: Stephen King; Abgrund; Wilhelm Heyne Verlag Münche; S. 127
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