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Autor Thema: Review: The Unborn
# 1
Kittie
Film Guru



ID # 54







   erstellt : 13. April 2009 20:26      zitat      pm    mail    hp     

http://i40.tinypic.com/200ckyc.jpg

Kinostarttermin: 12.03.2009

Regie: David S. Goyer

Darsteller: Odette Yustman, Gary Oldman, Cam Gigandet, Meagan Good, Jane Alexander

Story:

Eine junge Frau namens Casey Beldon hat Visionen oder Träume von einem kleinen seltsamen Jungen und einem ungeboren Baby. Aber nicht nur davon ist sie geplagt, denn eines Tages beginnen ihre Augen die Farbe zu wechseln und durch Untersuchungen ein paar Umwegen erfährt sie, dass sie eigentlich einen Bruder hätte. Doch dieser starb im Mutterleib und das machte ihre Mutter wohl wahnsinnig, so das sie sich ihr Leben nahm.

Casey stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf Sofi Kuzma und Sofi erzählt Casey etwas von einem Familienfluch und will ihr helfen diesen zu durchbrechen.


Kommentar:

Ohne irgendwelche Vorkenntnisse ging ich in diesen Film. Ich kannte nur den Titel, das Poster und wusste, dass es sich um einen Horrorfilm handelt. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten wird und auch wenn der Film ein paar Mängel hat, habe ich nicht das Gefühl einen schlechten Film gesehen zu haben.

Der Film beginnt schon recht spannend und vielleicht auch schon zu spannend, denn dieses Level kann er leider nicht über seine gesamte Laufzeit halten. Es gibt zwar immer wieder Momente in denen die Spannung ansteigt, aber schnell folgen auch wieder ruhigere Phasen. Ist ein bisschen schade drum, denn hätte man dies steigend dargestellt, hätte der Film damit noch mehr Punkten können. Auch gerade weil das Finale, der Exorzismus, den Höhepunkt der Spannung darstellt.

Allerdings handelt es sich bei diesem Exorzismus nicht um vorrangig einen christlichen. The Unborn leiht sich seine Idee aus der jüdischen Folklore. Genauer gesagt ist hier der Dämon ein Dibbuk. Von derartigen Gestalten habe ich noch nichts gehört, aber meine Bücher verraten mir, dass es sich bei Dibbukim um die Seelen Verstorbener handelt, die im Leben viele Schandtaten begangen und dadurch wird ihnen der Zutritt ins Totenreich verweigert und somit sind diese Seelen dazu verdammt zu uns Menschen zurückzukommen und einen Körper zu finden. Und was dann passiert, wenn ein Dämon von einem Menschen Besitz ergreift, dürfte spätestens seit The Exorcist bekannt sein.

So schön diese Abwechslung zu den sonst eher christlichen Elementen auch ist, kommt jetzt das "aber". Aber wo etwas Jüdisches ist, kommen auch immer die Nazis ins Spiel. Hier im Film sind auch wieder mal die Nazis der Ursprung allen Böses. Das im 3. Reich viel Okkultismus zu finden ist, ist bekannt. Ebenso bekannt sind die Naziexperimente und Beides bringt man hier zusammen – ein jüdischer Junge stirbt bei einem dieser Experimente und schon ist der Dibbuk geboren. Ich finde es nicht gut, wenn man es sich so leicht macht und die Geschichte sollte man doch endlich mal ruhen lassen. Oder wenn man sich schon daran bedient, sollte man es besser aufarbeiten, denn so kommt bei mir immer ein Beigeschmack vom "bösen Deutschen" mit hoch.

Der Dibbuk ist allerdings nicht die Einzige seltsame Gestalt im Film, sondern es gibt auch noch ein paar andere merkwürdige Kreaturen – Hunde mit verdrehten Köpfen oder auch Menschen, die sich plötzlich seltsam fortbewegen. Und – was mich etwas an Clive-Barker-Horror erinnert hat – Insekten und schleimige Sachen. Da gingen meine Gedanken oft zu ihm, obwohl man nie seine Klasse erreicht.

Bei all dem Horror sollte man allerdings kein Splatter oder gar Gore erwarten. The Unborn ist mehr ein Gruselfilm wo man mit "Schreckszenen" arbeitet als literweise Blut. Ist aber gar nicht mal so verkehrt und es ist schön zu wissen, dass nicht jeder aktuelle Horrorfilm dem Trend folgt sich an Gewalt überbieten zu müssen.

Dann gab es noch eine weitere Überraschung für mich – Gary Oldman. Ich hab ihn erst gar nicht erkannt, denn er ist doch schon ganz schön in die Jahre gekommen. Er spielt einen Rabbiner, der zum Ende dann hin auch den Exorzismus durchführt. Aber seine Rolle ist eher eine Kleine, aber dennoch war es schön ihn mal wiederzusehen.

Odette Yustman spielt die Casey Beldon, welche mir ein wenig farblos vorkommt. Und ich weiß nicht ob es am Drehbuch liegt oder an ihrem Talent. Viel habe ich von ihr noch nicht gesehen. Zuletzt sah man sie in Cloverfield, aber da ich diesen Film nicht kenne, kann ich dies auch nicht wirklich beurteilen. Aber gut dafür bietet sie für die Männer einige Schauwerte, denn läuft sie doch oft nur in Unterwäsche rum.

Schaut man sich andere Kritiken an wird dies oft bemängelt und auch allgemein fällt die Resonanz eher negativ aus. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, den The Unborn ist auch nicht viel anders wie ähnliche Vertreter aller The Ring oder The Grudge. Alle haben eine eher einfache Story mit spannenden Momenten.

Dies bringt mich dann auch zu meinem Abschluss und dem Fazit, dass es sich bei The Unborn um einen durchschnittlichen Gruselfilm handelt, der durchaus gut zum Ansehen geeignet ist. Ins Kino muss man zwar nun nicht mehr laufen, denn lief dieser Film erst am 12.03.2009 in den deutschen Kinos an, aber wenn er später auf DVD erscheint und man sich den ausleiht, macht man eigentlich nichts verkehrt.

Bewertung:

Trailer:


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