# 1
Kittie
Film Guru

     ID # 54


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erstellt :
28. Dezember 2007 22:17
zitat
pm mail hp

Regie: Marcel Walz
Darsteller: Rabea Wyrwich, Sabrina Brencher, Stefanie Bischof, Vanessa Rodriguez
Review:
Sandra, die vor hat in ein paar Wochen zu heiraten, wird immer noch von den Gedanken an ihren Vater und das was er früher tat, gequält. Sie ist deswegen auch in Therapie, aber mir scheint es als würde das nicht viel bringen - auch wenn die Therapeutin von Erfolgen spricht.
Als sie dann abends nach Hause kommt, entdeckt sie eine DVD in der Post und diese DVD sieht sie sich auch gleich an. Sie bekommt zu sehen wie ihr zukünftiger Mann geknebelt und gefesselt da sitzt, aber alles ist in Ordnung, denn er wurde von Sandras Freundinnen "entführt" und als 2. Überraschung haben die Freundinnen eine Reise nach Spanien (Mallorca) geplant - Sandras alter Heimat...
Dort angekommen erfährt Sandra, dass kein Hotel gebucht wurde, sondern eine kleine Finca. Diese liegt aber sehr weit weg und um dort hinzukommen dauert es ein paar Tage, also steht erst mal ein Road (T)rip an.
Eines nachts sehen die 4 Frauen einen Wagen im Graben liegen und wollen helfen, aber plötzlich finden sie sich in einem Alptraum wieder, der mit Sandras Vergangenheit im Zusammenhang zu stehen scheint.
Ich glaube ich kann mich kurz fassen, denn ich hab an dieser deutschen Amateurproduktion nichts auszusetzen, aber auch nicht wirklich was, das ich in den Himmel loben könnte.
An der Regie- und Kamaraarbeit von Marcel Walz hab ich nichts zu meckern, ist sehr gelungen, denn es gibt keine verwackelten Bilder und auch keine Spielchen mit der Kamara. Die Darsteller machen ihren Job auch sehr gut und ich geh mal davon aus, dass es alles Freunde von Marcel Walz sind und ich kann mir auch vorstellen, dass er sie hier und da einfach hat machen lassen, denn es wirkt sehr natürlich. Kein albernes Rumgehampel und auch keine platten Dialoge.
Aber bei der Handlung dauert es eine Weile "bis mal was passiert". Ähnlich wie bei "Wolf Creek" nimmt sich der Film viel Zeit mit seinen Charakteren und beschäftigt sich besonders mit Sandra - so sehr sogar, dass man eine Art Sympathie zu ihr entwickelt und man wissen will was früher vor gefallen ist. Dies erzählt sie später auch was ihr Vater früher tat und deswegen ihre Mutter mit ihr zurück nach Deutschland kamen.
Kommen wir zur Spannung - diese kommt erst im letzten Drittel des Films auf, was zwar schade ist, aber noch ertragbar ist, da der Film über seine Gesamtlänge unterhalten kann. Gegen Ende des Films wird es dann auch blutiger und ich meine, dass es auch eine kleine Hommage an "Scream" im Film gibt. Also diese eine kurze Verfolgung vorm Haus erinnert stark an eine Szene vom Anfang von "Scream".
Ich bin jetzt auch noch am überlegen ob man "Road Rip" mit zu den Slasherfilmen packen kann. Wir haben hier zwar einen maskierten Killer (Totenschädelmaske und Hut), aber das Ende erinnert dann doch wieder mehr an einen Folterfilm, obwohl das auch nicht die richte Bezeichnung wäre. Die Genrezuordnung fällt mir hier schwer, aber als Terrorfilm kann ich ihn auch nicht durchgehen lassen, denn dazu ist er zu "harmlos".
Aber komm ich zu den SFX. Was als erstes auffällt und erfreut ist, dass sie handgemacht sind. Zwar sehr einfache und vielleicht auch billige, aber sie erfüllen ihren Zweck. Allerdings sollte man nicht die übelsten Splatter/Goreorgien erwarten. Glaube auch das hätte dem Film nicht so gut getan.
Letztendlich bleibt mir noch zu sagen: wer die Meinung vertritt "Ich seh mir Amateurproduktionen nur wegen den blutigen Effekten an, weil was Anderes haben die eh nicht zu bieten", der sollte einen großen Bogen um "Road Rip" machen. Hier steht mehr die Erzählung einer Geschichte (die von Sandra) im Vordergrund und keine Metzeleien.
[ Beitrag bearbeitet von Kittie ]
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