| Autor |
Thema: Review: Masters Of Horror - Sick Girl |
# 1
Kittie
Film Guru

     ID # 54


|
erstellt :
05. Januar 2008 22:54
zitat
pm mail hp

Regie: Lucky McKee
Darsteller: Angela Bettis, Misty Mundae, Jesse Hlubik, Marcia Bennett
Story:
Die Insektenforscherin Ida erfährt von ihrer Freundin übers Telefon, dass es zwischen ihnen aus ist. Der Grund dafür sind die ganzen Insekten in Idas Wohnung und auf das kam die Ex nicht ganz klar.
Aber Hoffnung für Ida ist in Sicht. Denn bei ihrer Arbeitsstelle sitzt jeden Tag eine junge Frau vorm Fahrstuhl und zeichnet Bilder von Feen.
Idas Arbeitskollege rät ihr sich an die Kleine ran zu machen; was Ida dann später durch "Unterstützung" ihres Kollegen auch macht. Hier stellt sich dann auch raus, dass die Kleine schon länger ein Auge auf Ida gewurfen hat. Und so kommen die Zwei ins Gespräch, aber durch einen blöden Zufall muss Ida wieder schnell zurück an ihren Arbeitsplatz, denn eine Spinne hat sich selbstständig gemacht und krabbelt nun Idas Schulter hoch.
Als Ida dann abends nach Hause kommt, steht ein Paket vor ihrer Wohnungstür und dieses Paket enthält ein bisher noch unbekanntes Insekt, aber dies ist erst mal nebensächlich, denn am nächsten Tag spricht Ida mit meinem Mut die Kleine vorm Fahrstuhl an und später haben sie auch ein Date zusammen.
Jetzt aber in der Zwischenzeit konnte sich das Insekt aus seiner Box befreien und sich in Idas Kopfkissen verkriechen. Mittlerweile hat sich zwischen den beiden Frauen auch mehr entwickelt und es kommt dann auch soweit, dass sie bei Ida einzieht. Und alles könnte so schön sein für die Zwei, aber Misty wird von dem Insekt gesprochen und wird krank und fängt an sich zu verändern.
Meinung:
Bei "Masters Of Horror" handelt es sich um eine fürs US-Fernsehen produzierte Serie mit 13 Episoden und jede von einem anderen (Horrorfilm)Regisseur - darunter Altmeister wie John Carpenter oder Dario Argento.
"Sick Girl" bescherte uns Lucky McKee und ist Episode 10; die anderen Episoden werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auch einzeln vorstellen, aber nun zu Sick Girl...
welcher Anfangs mehr wie ein Liebesfilm daher kommt und erst im letzten Drittel des Films in einen Horrorfilm umschlägt. Aber das ist vollkommen in Ordnung, denn er Film kann über seine Lauflänge von nicht ganz 60 Minuten sehr gut unterhalten. Von mir aus hätte dieser Film auch ruhig etwas länger sein dürfen, denn anfangs geht es sehr spaßig zu und man verbringt die Zeit mit der sehr sympathischen Ida.
Ich mag diese Figur und hier in "Sick Girl" gibt es sehr gute darstellerische Leistungen. Vorallem die von Angela Bettis (Ida). Man nimmt ihr diese Rolle total ab, denn sie versteht es auch mit ihrer Mimik und Körpersprache umzugehen und das macht sie hier sehr gut und besser als manch großer "Star". Horrorfilmfans dürften sie aus "May - Schneiderin des Todes" oder "The Toolbox Murders" kennen.
Sick Girl gehört auch zu den unblutigen Horrorfilmen. Es fließt zwar Blut und das nicht gerade wenig, aber das erst gegen Ende in kurzen Einstellungen zu sehen. Statt auf einen hohen Blutfaktor setzte man hier mehr auf einen hohen Ekelfaktor, denn nicht nur das hier Spinnen oder andere Insekten rumkrabbeln, wird auch mal der ein oder andere Käfer oder Mehlwurm verspeist - von Idas neuer Freundin Misty. Und hinzu kommt noch das unbekannte Insekt, welches auch ein Mördervieh ist - richtig groß; wie ein kleiner Hund schon, und abscheulich - sowas möchte man nun wirklich nicht in seiner Wohnung haben.
Hin und wieder kann man auch mal die Welt aus der Sicht des unbekannten Insekts sehen. Recht nette Spielerei mit der Kamara, denn man hat nicht nur die Insektenperspektive, sondern auch noch dazu ein anderes Farbschema - am besten kann man es sich vorstellen wie wenn man den Kontrast beim Fernseher sehr hoch stellt. Wüsste das jetzt nicht besser zu beschreiben, wollte dies aber erwähnt haben.
Die Atmosphäre im Film ist wie oben schon erwähnt anfangs eher spaßiger Natur und so lässt auch die Spannung etwas auf sich warten, aber zum Glück kommt sie dann später an den richtigen Stellen auf. Und im Film ist Sexualität und Intoleranz gegenüber der Homosexualität ein großer und wichtiger Bestandteil. Aber aus spoiler-technischen Gründen kann ich nicht näher innerhalb dieser Filmvorstellung draufeingehen, weil sonst müsste ich mit das komplette Ende verraten und das wäre wirklich schade drum und daher schließe ich das Ganze hier jetzt ab.
Letztendlich bleibt zu sagen, dass Sick Girl kurze aber gute Unterhaltung mit guten Schauspielern bietet und bisher zu einer meiner persönlichen Lieblinbgsepisoden der Masters Of Horror Reihe zähle. Hab zwar noch nicht alle gesehen, aber dieser hier sehe ich mir gerne an.
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